Zitat:
Das gab es schon immer und ist auch keine Neuerung. Es geht eben nur darum, die Daten länger zu speichern.
Nicht ganz richtig. Bis dato war es explizit
verboten, Daten zu speichern. Eine Ausnahme waren Anbieter (also eigentlich alle

), die die Verbindungsdaten zu Abrechnungszwecken benötigen. Und auch dann durften die Daten nur so lange gespeichert werden, wie sie dafür notwendig waren.
Zitat:
Warum auch immer hier im Thread der Fokus auf Musiktauschbörsen liegt.
Vermutlich weil bei dem Gesetz die Musikindustrie stark in der Lobby aktiv war (ähnliches bei der Onlinedurchsuchung). Natürlich sind die Gesetze auf schwere Verbrechen eingeschränkt, aber der Zugriff auf Bankkonten durch Finanzämtern und die Mautdaten waren beispielsweise auch auf ganz bestimmte Fälle eingegrenzt.
Wobei man natürlich den Unterschied zwischen Zivil- und Strafrechtlichen Taten sehen muss.
Zitat:
Der Strich ist dabei meiner Meinung nach beim pauschalen und verdachtsunabhängigen aufzeichnen von Gesprächsinhalten zu ziehen.
Schwierige Frage. Ich bin der Meinung, dass bereits die Speicherung meiner gesamten sozialen Kontakten, meines gesellschaftlichen Lebens, einen ziemlichen Eingriff in meine Privatsphäre bedeutet.
Außerdem kann man bereits von dem Adressaten der Kommunikation auf den Inhalt schließen. Es liegt auf der Hand, warum ich eine Drogenberatungsstelle anrufe, oder einen Arzt, der auf Sexualkrankheiten spezialisiert ist.
Und sobald z.B. die IP bekannt ist, dürfte es auch kein großes Problem mehr sein, dazugehörige Logfiles von einem Webseitenbetreiber wie Google anzufordern und schon kann jeder Suchbegriff herausgefunden werden.
Und kaum in den Medien erörtert sind auch die TKÜV-Gesetze, die seit Ende 2002 in Kraft sind. Die hab ich nämlich immer noch nicht verstanden. Wenn ich mir dabei
§7 Bereitzustellende Daten, (3) durchlese, werden ja irgendwie doch die Inhalte gespeichert und auf Wunsch rausgegeben?
Auch in Italien wird bereits der Inhalt jeder SMS gespeichert. Mit Terrorismus kann man doch inzwischen alles durchsetzen. Und auch in der Speicherung von eMails (zumindest bei größeren Providern, dass sich jeder selber nen Mailserver aufsetzen kann, wird mal nicht beachtet

) sehe ich kein großes Problem. IMAP ist doch eh voll im kommen, bzw. schon da. Und die Kosten tragen eh die Provider, bzw. wird das dann auf den Kunden umgelegt. Prinzipiell ist es auch egal: Auch wenn der Staat die Kosten übernimmt, zahlts der Bürger
Viele Grüße,
Benno