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| Thread: Linux-Workshop: Welche Themen durcharbeiten?
 20.07.2008 14:19 Uhr
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Hallo Community,
ich werden morgen und übermorgen in der Schule eine Einführung in Linux durchführen (hoffe ich zumindest) und habe dafür zumindest schon einmal den ersten Tag vorbereitet. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch ein paar wichtige Dinge vergessen habe und vor allem ob die Themen auch für 4-5 Stunden ausreichen.
Da es unter euch auch einige Linux-Nutzer gibt, die sich vielleicht noch besser an ihre ersten Arbeiten und Probleme mit Linux erinnern, wäre es nett, wenn ihr mir bei der Themenauswahl helfen könntet.
Bisher ist für den ersten Tag Folgendes geplant:
Zitat: TAG 1
- Linux PHILOSOPHIE: Immer nebenbei erwähnen? open source, bei den meisten Distributionen gleichberechtigte Programmierer
- mit Oberfläche rumprobieren, Programme starten etc..
- im Internet selbst einmal nach Alternativen zu Programmen suchen, die man auf Windows benutzt
- Rechteverwaltung unter Linux / speziell auch Ubuntu (root, sudo, su)
- Installieren von Programmen (Synaptic und apt-get)
- updaten der Paketlisten
- Paketliste verändern
- Ubuntu: main (frei), restricted (unfrei), Nutzer-verwaltet: universe (frei), multiverse (unfrei)
- Fremdquellen
- Abhängigkeiten: kleine "Programme" werden von anderen verwendet (manchmal auch Oberfläche für ein fertiges Konsolenprogramm)
- => modularer Aufbau
- Einführung in wichtige Programme? Firefox, Open Office, Pidgin
- für Fremdquellen auch TVBrowser installieren und ansprechen
- Anpassen der Oberfläche
- gnome-look.org art.gnome.org
- Wallpaper, Window, Icons, etc.
- Bootloader leider NICHT MÖGLICH :( aber ansprechen kann ich es ja
- Hinzufügen von Objekten zum Desktop-Panel
- Virtuelle Desktops nutzen
- Ordnerstruktur
- keine Laufwerksbuchstaben wie bei Windows
- Mount Points (was ist das?)
- /bin, /boot, /opt, /home, /etc, /usr (Unix System Ressources; Systemtools, Bibliotheken..., nicht beim Start benötigt)
- versteckte Dateien
- Konfigurationsdateien in /home/[name]
- evtl: Windows Partitionen in Linux einbinden
Ich denke irgendwie, dass da noch Einiges fehlt, aber beim Durchschauen von Ubuntu-Einführungen auf http://wiki.ubuntuusers.de fiel mir nichts mehr auf (vielleicht war ich bei den falschen Einführungen  )
Ich hoffe, dass ihr noch ein paar weitere Ideen habt.
Für den zweiten Tag ist übrigens das Arbeiten mit der Konsole geplant, aber da hab ich bisher nur 3 Stichpunkte notiert.
Zitat: TAG 2
- Verwendung der Konsole
- Aufbau einer Zeile (nutzer@pcname:ordner befehle)
- Arbeiten mit vim und nano
- Man pages (vielleicht mit man ls anfangen, dann natürlich man vim)
- Apache einrichten (textbasierte Konfiguration)
Wenn ihr dazu Ideen habt, könnt ihr sie natürlich auch direkt nennen, aber wichtiger ist heute erstmal Tag 1.
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe
EditPS: Wichtig ist sicherlich noch, dass der Workshop mit Ubuntu 8.04 Live-CDs (also GNOME) durchgeführt werden wird.
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 20.07.2008 15:31 Uhr
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Im Prinzip nicht schlecht, aber ich bin mir nicht sicher, ob du damit wirklich 4-5 Stunden abdecken kannst (Themen 1. Tag). Was mir auffällt, du scheinst manchmal etwas zwischen "Anfängerthemen" und "Advanced" (Z.B. Apache konfigurieren) herumzuspringen, alles in allem etwas unstrukturiert (nur meine Meinung, lass' dich dadurch nicht unbedingt verunsichern). Du solltest, auch wenn es um Debian/Ubuntu geht vielleicht auch noch auf Alternativen hinweisen z.B. andere Distributionen (SuSE, Fedora, ...), andere DEs z.b. KDE, XFCE, ...
Leider ist deine Anfrage etwas kurzfristig, sonst hätte ich gerne ein paar Vorschläge zur Agenda machen können ... geht's eigentlich nur um die LiveCD oder wird auch einmal ein System installiert?
Generell könnest du noch zeigen, wie man bei bestimmten Problemen Lösungen online findet, also z.B. Ubuntuforum ... (um etwas richtig zu verstehen benutze ich jedoch bevorzugt die Gentoo Anleitungen)
Wenn mir noch was einfällt, meld ich mich abends noch mal ...
Auf jeden Fall, viel Spaß und gutes Gelingen!
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 20.07.2008 16:00 Uhr
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Du solltest vielleicht mal die Multimediafähigkeiten ansprechen, also Player, Codecs. Ist mit unter eines der wichtigsten Dinge was ein normaler Desktop Computer können muss.
Dann könntest du vielleicht auch mal WINE ansprechen, gerade für umsteiger womöglich ein muss.
Vielleicht auch noch Linux als Entwicklungsumgebung => apache, gcc, eclipse, ...
Was bestimmt auch einige Interessieren dürfte, wären Computerspiele. Zum Beispiel, dass Linux Windows in nichts nachstehen muss, denn OpenGL ist genauso mächtig wenn nicht gar mächtiger als DirectX. Bestest Beispiel Spiele von ID und welche die deren Engines nutzen. Unter Linux ist Shader Model 4.0 möglich was unter Windows Versionen älter als Vista (zum Beispiel XP) nicht möglich ist.
Aber auch, dass sich viele Hersteller einfach weigern für Linux zu entwickeln.
Vielleicht ansprechen, dass es Linux für die allermöglichsten Plattformen gibt nicht nur für normale x86 Rechnern, zum Beispiel für Macs.
Vielleicht noch etwas von der Entstehungsgeschichte (offene Alternative zu Unix).
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 21.07.2008 10:04 Uhr
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Hi
Ja, leider wirklich etwas kurzfristig.
Ich hatte schon diverse Linux Schulungen und hätte dir somit sicher einige Tips geben können, wie man sowas aufbaut.
Grundsätzlich kann ich mich nämlich meinem Vorredner anschließen:
Zitat: Was mir auffällt, du scheinst manchmal etwas zwischen "Anfängerthemen" und "Advanced" (Z.B. Apache konfigurieren) herumzuspringen, alles in allem etwas unstrukturiert
Du packst locker Fragmente von 1 - 2 Schulungswochen in 2 halbe Tage.
Zwar heute schon zu spät, aber fürs nächste mal: unterschiede zwischen Grundlagen Linux und Linux-Werbetour. Grafik, WINE und Multimedia kommt nur im 2. vor.
Meine letzte gehaltene Linuxschulung begann mit dem Grundaufbau des Systems:
-Ringrachitektur, -Multiuser, ...
Die ersten Schritte in der Konsole kamen deutlich später... Grafik nur kurz zum schluss.
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 21.07.2008 10:22 Uhr
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Ich glaube, dass es der richtige Weg ist Windowsbenutzer über die graphische Oberfläche langsam an die Möglichkeiten eines Linux-Systems heranzuführen.
@BPhoenix
Zitat: Zum Beispiel, dass Linux Windows in nichts nachstehen muss, denn OpenGL ist genauso mächtig wenn nicht gar mächtiger als DirectX Aus reinem Interesse (Ich persönliche verwende Linux nur für Embedded-Systeme), kann ich mittlerweile unter Linux neue Spiele spielen? Oder meinst du damit, dass der OpenGL Standard technisch DirectX um nichts nachsteht? (Was einem Gamer egal sein dürfte)
___________________________ "Etre fort pour être utile" - Georges Hébert
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 21.07.2008 13:29 Uhr
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Zitat: Ich glaube, dass es der richtige Weg ist Windowsbenutzer über die graphische Oberfläche langsam an die Möglichkeiten eines Linux-Systems heranzuführen.
Es kommt eben drauf an: soll Linux vorgestellt werden oder eben die Grafik??...!
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 21.07.2008 13:57 Uhr
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Zitat: Es kommt eben drauf an: soll Linux vorgestellt werden oder eben die Grafik??...! Gar nichts mehr, das sind lauter kleine Kinder, die sich nur angemeldet haben, weil sie auf knuddels chatten wollen. Als das wegen fehlender Java Runtime Environment und langer Downloadzeit (hab später erfahren, dass die Leute im Nebenraum durch ihre Browserspiele auch den Traffic gezogen haben) nicht ging, haben sie sich für Browser-Spiele entschieden.
Naja, ich hab nun umdisponiert, weil man bei der DL Geschwindigkeit kein Apache-System aufsetzen kann und mache morgen ganz einfache Python-Programmierung. Also so tolle Sachen wie "Gib zwei Zahlen ein und ich multipliziere sie" und solche Späße.
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 21.07.2008 15:40 Uhr
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Zitat: Gar nichts mehr, das sind lauter kleine Kinder, die sich nur angemeldet haben, weil sie auf knuddels chatten wollen.
OT: Was hält eure Schule von nem eigenen Proxy Server? Meinetwegen ipCop  Bei uns in der Schule sind solche Seiten einfach gesperrt. (Dann gibts auch keinen Traffic)
/OT
Wie alt sind denn die "Kursteilnehmer"?
Zitat: Ich glaube, dass es der richtige Weg ist Windowsbenutzer über die graphische Oberfläche langsam an die Möglichkeiten eines Linux-Systems heranzuführen.
Seh ich auch so. Erstmal zeigen, dass es auch was anderes gibt als Windows. Dann die Vorteile zeigen, die auch ein Klickbunti-User versteht, und dann erst tiefer ins System gehen.
Und wegen phyton: ich weiß nicht, ob das jetzt so wichtig ist.
Ich würde dann eher tiefer in die Konsole und Konfiguration eingehen:
- midnight commander (mc)
- cd und dir
- Symlinks (ln)
- chmod und chown
- vi und mcedit (Hast du ja schon drin)
Und was ich noch wichtig fände: Shell Programmierung (kann ich selber nicht, und es fehlt mir  ), hat auch mehr mit Linux zu tun als Phyton
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 21.07.2008 15:56 Uhr
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Zitat: Gar nichts mehr ...
Das wundert mich jetzt aber schon, dass man ein Thema einfach so mal mir nichts, dir nichts, komplett umschmeissen kann. Noch dazu, ein so komplexes, das einiges an Vorbereitung erfordert.
Ich halte die Herangehensweise die Borner vorgeschlagen hat übrigens auch für wesentlich besser. Also erst mal das Grundsätzliche erklären und dann zu den Spielereien kommen. Wen das nicht interessiert, der ist sowieso irgendwie fehl am Platz bei einer solchen Schulung, denn wie du gesehen ja hast ... mit "Klicki bunti" finden sich die meisten ja sowieso (vermeintlich ganz ohne Schulung) zurecht ... schade eigentlich
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 21.07.2008 16:21 Uhr
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Zitat:Ich halte die Herangehensweise die Borner vorgeschlagen hat übrigens auch für wesentlich besser. Also erst mal das Grundsätzliche erklären und dann zu den Spielereien kommen. Wen das nicht interessiert, der ist sowieso irgendwie fehl am Platz bei einer solchen Schulung, denn wie du gesehen ja hast ... mit "Klicki bunti" finden sich die meisten ja sowieso (vermeintlich ganz ohne Schulung) zurecht ... schade eigentlich
Ihr vergesst jedoch leider eines. Es handelt sich hier nicht um eine Schulung wo Leute die es interessiert hingehen und auch noch dafür bezahlen! So wie es aussieht ist es lediglich eine kleine Einführung in einer Schule, die er in einer Klasse (seiner Klasse) halten wollte. Also einer Institution zu der man gezwungen wird diese zu Besuchen obwohl man die meiste Zeit sowieso nur blöd rumsitzt und seine Zeit verschwendet. Wann war eigentlich dein letzter Schulbesuch? Schule heute ist nichts anderes als Kindergarten für Jugendliche.
Wenn er hier anfangen würde von Grund auf zu erzählen würde spätestens nach 5 Minuten keiner zuhören und die ganze Einführung wäre vergebens! Was Zombie mittlerweile sicher selbst erleben durfte...
Deswegen muss man die Zuhörer erst einmal locken und ihr Interesse wecken (was zwar bei einer Schulung bei der das Interesse schon besteht nicht nötig wäre, es ist aber keine Schulung!) Das geht nun mal am Besten, wenn man erst mit dem ganzen Grafischen und den Spielereien anfängt. So kann man wenigstens etwas Wissen vermitteln anstatt gar nichts und wenn das Interesse geweckt ist kann man jederzeit weiter Einsteigen! Wenn man hier von Systemaufbau, Konsole und ähnlichem anfangen würde, hätte man nur erreicht, dass es ein paar Leute mehr gibt die sich sicher kein Linux mehr holen werden oder sich weiter damit auseinandersetzen werden.
Zitat: Aus reinem Interesse (Ich persönliche verwende Linux nur für Embedded-Systeme), kann ich mittlerweile unter Linux neue Spiele spielen? Oder meinst du damit, dass der OpenGL Standard technisch DirectX um nichts nachsteht? (Was einem Gamer egal sein dürfte)
Ich erwähnte ja, dass Hersteller sich oft weigern Software für Linux rauszubringen. Wäre dies nicht der Fall und gäbe es diese Spiele wäre es natürlich möglich diese unter Linux zu spielen, da OpenGL DirectX technisch in nichts nachstehen muss. Die ID Spiele konnte man auch Spielen als sie neu rauskamen. Und einige Spiele funktionieren über Wine. Daher beides, es fehlen eben nur die Spiele. Gibt aber umgekehr auch Linux Spiele die unter Windows nicht funktionieren.
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