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Forum » Forum: Software & Betriebssysteme » Thread: Linux Einstieg- Linux im Netzwerk

Thread: Linux Einstieg- Linux im Netzwerk

Tags: Linux
Seite 1 von 41234

17.01.2008 16:27 Uhr

 

Status: offline
Hi zusammen,

Wir wurden jetzt mal quasi von der Schule gezwungen uns mit dem Betriebssystem Linux auseinander zu setzen.
Wir sollen uns ins thema einarbeiten, und dann sollen wir unser Erlerntes denn anderen auch beibringen.
Zu unseren Aufgaben gehört.
- Linux allgemein (was ist es, was kann man damit machen ...)
- Linux im Netzwerk
- Linux Server

Jetzt ist mein Problem dass ich schon mal überhaupt nicht weiss wie ich anfangen soll. Ich hab mir das zwar mal so gedacht, dass ich auf meinen Rechnern daheim Linux mal installiere und dann halt bischen ausprobiere. Aber da fängt es schon an, welche Distribution soll ich überhaupt verwenden ??

Vielleicht könnt ihr mir ja mal ein paar Tipps geben wie ihr an meiner Stelle vor gehen würdet. Wäre echt dankbar dafür, denn momentan häng ich ganz schön in der Luft
17.01.2008 17:00 Uhr

 

Borner
Moderator
Status: offline
Also ich würde mir an deiner Stelle eine Knoppix oder ubuntu Live-CD runter laden und brennen. Von diesen CD's kannst du booten und ein Linux system starten, ohne dass irgendwas auf deinem PC installiert wird. Für einen ersten Eindruck ist das ausreichend.

Ansonsten ist die Abgrenzung der Themen schon arg grob.

Ersetzte Linux durch Windows (was dir vermutlich vertraut ist) und du wirst sehen, dass die Eckpunkte beim vorgehen kaum weiter helfen.

>was ist es
ein Betriebssystem

>was kann man damit machen
Anwendungen laufen lassen

die große Frage ist also: wie detailiert soll es sein?

Historie? Abgrenzung zu anderen Systemen? Interner Aufbau?

> Linux im Netzwerk
hmm... klingt wie "Auto auf der Straße"
Wenn euch euer Lehrer genau diese Brocken vorgeworfen hat, sollte er schon wissen, was er eigentlich will.
Oder ist es ihm egal und es geht nur darum, dass ihr irgendeine Unterthematik aus dem großen Topf nehmt und drüber plaudert?
___________________________
Mfg BOFH
Du bist cybton!
17.01.2008 17:21 Uhr

 

Status: offline
Hi

Der erste Punkt soll nur eine kleine Einleitung werden, also werde ich auch nur kurz die Punkte ansprechen die du genannt hast, wie Abgrenzung zu anderen Systemen, wie schaut die Oberfläche aus usw.

Zum zweiten Punkt, er will dass wir in der Schule (haben einen kleinen Computerraum) ein kleines Netzwerk einrichten mit nur Linux Betriebssystemen. Ausserdem soll es auch einen Server geben, evtl. mit Mailserver und anderen Spielereien. Auch die Stichwörter wie Samba und Apache sind gefallen. Es geht ihm darum das man auch sieht wie mächtig Linux ist....
17.01.2008 17:46 Uhr

 

Status: offline
Zitat:
Zum zweiten Punkt, er will dass wir in der Schule (haben einen kleinen Computerraum) ein kleines Netzwerk einrichten mit nur Linux Betriebssystemen.

Das geht genauso wie unter Windows auch Lan kabel angesteckt DHCP Adressen Verteilung und los gehst..

Zitat:
Ausserdem soll es auch einen Server geben, evtl. mit Mailserver und anderen Spielereien

Sinnlos in nem Schulnetzwerk... nach ausen wirst du nicht weit kommen... und intern na ja...

Zitat:
Auch die Stichwörter wie Samba und Apache sind gefallen. Es geht ihm darum das man auch sieht wie mächtig Linux ist....

Ja das ist eigentlich bei jedem Linux dabei und das meiste läuft glaub ich auch in den Standard Einstellungen... das einzige woran du wirklich etwas kauen wirst ist der Mail Server nen Apache und Samba sind in 1-2 Stunden auch als leihe eingerichtet... und das ist gut bemessen... und der Mail Server auch so ne Stunde ich hab das letztens auf nen Firmen Server gemacht da wirst du bei einigen Programmen wunderbar durch die Konfig geleitet. Sicher und stabil muss es bei dir ja nicht sein...


Ich würde nicht unbedingt ne Live CD nehmen sicher die Teile sind praktisch haben aber doch die ein oder andere Eigenheit ich bin mit denen am Anfang nicht so klar gekommen. Als Distri würde ich entweder Suse nehmen da gibt es viel im Netzt zu und Yast... oder Ubuntu da habe ich auch schon recht gute Erfahrungen gesammelt.
1 mal bearbeitet
___________________________
I've lost a machine... literally _lost_ it responds to ping, it works completely, I just can't figure out where in my apartment it is.
17.01.2008 17:57 Uhr

 

Status: offline
Zitat:
von der Schule gezwungen uns mit dem Betriebssystem Linux auseinander zu setzen
und ich fühl mich gezwungen am wochenende party zu machen... ne ma ernsthaft.. warum zur hölle bzeichnest du es als "gezwungen", wenn ihr für die schule linux benutzen DÜRFT! wir werden gezwungen unter delphi (windows) zu programmieren obwohl mir lazarus (linux) lieber wäre...

Zitat:
- Linux allgemein (was ist es, was kann man damit machen ...)
Linux ist ein Kernel, mit dem man gute Betriebssysteme betreiben kann.. Zum Beispiel Ubuntu (das beste Betriebsystem der Welt) ist Linux-basiert.. Linux ist OpenSource und eine Erfindung von Linux Towalds

Zitat:
- Linux im Netzwerk
Linux eignet sich um Systeme im Netzwerk zu betreiben, da es viren-sicher ist und (bei regelmäsigen updates) nahezu unhack-bar ist.. Die Stadt Pirmasens beispielsweise betreibt zwar keine Rechner auf Linux-basis, jedoch setzt man bei der Firewall auf eine Linux-Variante..

Zitat:
- Linux Server
Linux ist die meist-verbreitetste basis für server. der apache.-webserver wird in der regel unter einem *NIX system betreiben. auch die fritz.box ist ein linux-server, der voip, lan, internet etc. verwaltet...

Zitat:
wie schaut die Oberfläche aus usw.
Die wichtigsten oberflächen sind KDE, Gnome und eine textbasierte Oberfläche. KDE sieht seltsam aus und Gnome sieht super schick aus xD... es gibt auch noch xfce (das ist für lahme rechner geeignet.. so welche, wie man sie in informatikräumen findet)... der größte unterschied zu windows (in sachen oberfläche) ist, dass man vieles eher mit der konsole als mit irgendwelchen grafischen programmen macht..

Zitat:
ein kleines Netzwerk einrichten mit nur Linux Betriebssystemen.
wow.. das würde mich freuen.. 1. weil das nich so schwer is, wie selbst welche programmieren... 2. weil ihr dann nen vernünftigen raum in der schule habt ;-)
lad dir einfach ubuntu 7.10 (dh. xubuntu, wenn die rechner schon etwas älter sind) und installier auf einem pc mit diversen konfigurationen.. dannach speicherste die konfiguration und machst das da ganze mit den anderen rechner.. es gibt auch eine oem-installation (bei der alternate cd), bei der man es einstellen kann, dass alle computer, auf denen man ubuntu installiert gleich konifiguriert sind.. die user-verwaltung kannst du ja über den server machen.. Apache ist gut, um programme, die man in der unterrichtseinheit php erstellt, zu testen.. mit samba kann man einen zentralen file server erstellen.. da ist gut, um jedem user einen ordner zu ermöglichen, den er von allen rechnern im netzwerk aus erreich.. es gibt ubuntu auch für server.. debian etch soll auch recht gut sein...
17.01.2008 18:03 Uhr

 

Borner
Moderator
Status: offline
Zitat:
Das geht genauso wie unter Windows auch Lan kabel angesteckt DHCP Adressen Verteilung und los gehst..

...wobei der DHCP-Server wer ist? Der Linux-rechner?

Zitat:
Ausserdem soll es auch einen Server geben, evtl. mit Mailserver und anderen Spielereien

Ein Mailserer benötigt zwingend einen funktionierenden DNS Server.
Zudem ist die sendmail-Einrichtung nicht trivial.
naja, oder aber postfix.

Auf jeden fall ist zu unterschieden, ob der server einfach nur mails in's Web pumpen soll (mail-relay) oder der Mailserver auch richtige accounts verwalten soll, nach dem Motto: schueler1@meinlinuxrechner.meineschule.de
Das wiederum ist dann auch eine andere Qualität.

Zitat:
Ich würde nicht unbedingt ne Live CD nehmen sicher die Teile sind praktisch haben aber doch die ein oder andere Eigenheit ich bin mit denen am Anfang nicht so klar gekommen.

Also wenn ich noch nie mit Linux gearbeitet habe ist eine Live-Cd der simpelste Weg von 0 auf 100 ein Linux an den Start zu bringen. Die ersten Erfahrungen kann man auch für die erstinstallation sammeln. Wohlgemerkt meine ich nur für einen ersten Eindruck. Nicht um die o.g. Dienste zu realisieren.
Einen Mailserver möchte ich auch nicht auf einer Knoppix-Live-Umgebung aufbauen! ;-)

Über die Distri läßt sich bekanntlich streiten. Ich persönlich bin mittlerweile weg von Suse. Viele typische Linux-eigenheiten hat Suse einfach wegfallen lassen. Das verwirrt.
Das beginnt beim editieren der Konfigdateien, die man oftmals nicht mit der Hand anfassen darf, weil im Anschluss der Yast durcheinander kommt bis hin zu der Tatsache, dass es bei Suse einfach einige Linux-typische Dinge nicht gibt, etwa die /etc/rc.local
Sowas darf nicht sein, auf einem Linux!

//Edit: oh, da ist noch ein Post dazugekommen, den ich noch etwas gerade rücken möchte:
Zitat:
da es viren-sicher ist und (bei regelmäsigen updates) nahezu unhack-bar ist..

Schön wär's, ist aber leider nicht so. Es gibt genug bugs, die einem Angreifer zutritt auf's System gewähren.

Zitat:
jedoch setzt man bei der Firewall auf eine Linux-Variante..

...welche leider nicht BSI-Zertifiziert ist.

Zitat:
Linux ist die meist-verbreitetste basis für server.

Oh, da wäre ich mir nicht so sicher. Solaris, HP-OX und Co sind auch sehr weit verbreitet, einfach weil Linux (zumindest Solaris) nicht das Wasser reichen kann.

Zitat:
der größte unterschied zu windows (in sachen oberfläche) ist, dass man vieles eher mit der konsole als mit irgendwelchen grafischen programmen macht..

Das hat nix miteinander zu tun. Der Unterschied zu windows ist, dass der Linux-Desktop modular aufgebaut ist.
Es gibt z.B. einen X-Server, einen Displaymanager, Fenstermanager und Desktopumgebungen.
Dies ermöglicht mir z.B. von meinem Displaymanager eine Fenstermanager auf einem entfernten Server "zu ziehen". Der Prozess läuft auf dem Server, die Grafik läuft bei mir.
2 mal bearbeitet
___________________________
Mfg BOFH
Du bist cybton!
17.01.2008 18:41 Uhr

 

Status: offline
Zitat:

...wobei der DHCP-Server wer ist? Der Linux-rechner?

Ja gut dann stellt man halt bei einem Rechner noch DHCP an bzw ging ich mal davon aus das ne Router im Netzt ist der das macht^^.

Zitat:

Also wenn ich noch nie mit Linux gearbeitet habe ist eine Live-Cd der simpelste Weg von 0 auf 100 ein Linux an den Start zu bringen. Die ersten Erfahrungen kann man auch für die erstinstallation sammeln. Wohlgemerkt meine ich nur für einen ersten Eindruck. Nicht um die o.g. Dienste zu realisieren.
Einen Mailserver möchte ich auch nicht auf einer Knoppix-Live-Umgebung aufbauen! ;-)

Stimme ich dir zu aber trotzdem habe ich so ein paar Sachen bei denen ich ärger hatte mit Live CD und ich glaub in die wäre er eventuell auch rein gekommen...

Zitat:

Oh, da wäre ich mir nicht so sicher. Solaris, HP-OX und Co sind auch sehr weit verbreitet, einfach weil Linux (zumindest Solaris) nicht das Wasser reichen kann.


Dem stimme ich zu wir haben wirklich viel HP-OX in der Firma die ganzen Superdomes laufen damit aber ich hab irgendwie das gefühl als ob das HP-OX ne veraltet Suse Version ist ich glaub das baut irgendwie auf Suse auf ich bin mir nicht ganz sicher aber ich glaub mal was davon gelesen zu haben müsste ich morgen mal nachschauen. Zumindestens fühlt sich das OS für mich so an wenn ich an der Konsole bin von dern befehlen usw... kann mich aber auch gerade brutal irren.
1 mal bearbeitet
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I've lost a machine... literally _lost_ it responds to ping, it works completely, I just can't figure out where in my apartment it is.
17.01.2008 18:46 Uhr

 

Status: offline
Eventuell sorgt ja schon mal ein Blick auf selflinux.org für ein wenig Einblick

mfg

tuxpingu
1 mal bearbeitet
___________________________
Don't play with penguins! Play with daemons!
--
"Nothing ever burns down by itself. Every fire needs a little bit of help" Chumbawamba in "Give the anarchist a cigarette"
17.01.2008 19:35 Uhr

 

zombie3456
Programmierer
Status: offline
Ich hoffe, dass der Lehrer euch genug Zeit gegeben hat. Denn zumindest ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mich an Linux gewöhnt hatte. Und ein Netzwerk aufsetzen sollte man vielleicht auch erst, wenn man sich näher mit Linux auseinandergesetzt hat. Das erste Stichwort bei Sicherheit - mit der ich mich gerade auseinandersetze - wäre z.B. IP-Tables und darauf stößt man bei den ersten Versuchen mit einer Live-Distribution wahrscheinlich eher nicht.
Wobei ich mich natürlich auch sehr langsam an Linux herangewagt habe, aber nun nicht mehr zurück will.
1 mal bearbeitet
___________________________
DURATIVUM | Blog zur Sprache Latein
17.01.2008 20:44 Uhr

 

Status: online
Also nochmal zusammengefasst:
-Lad dir als erstes eine Live-CD (Ubuntu, xubuntu, Mandriva One mit Gnome/KDE- Geschmackssache und eine Frage der Leistungsfähigkeit der Rechner. Aber KEIN knoppix oder kanotix, sonst ist der ganze Lerneffekt wieder weg, weil du dich dann noch in Suse oder sonstiges einarbeiten musst.)
-Spiel damit zuhause rum, installiere sie vielleicht sogar.
-Wenn du sie installiert hast, spiel weiter damit rum.
-Lerne den Umgang mit der bash (Unter Gnome meist: Anwendungen->System->Konsole/xterm/sonstiges, sonst Alt+F2, das tuts immer.
-Installiere sie auf den PCs in der Schule.
-Den Rest wird euch sicher euer Lehrer erklären.

mfg,
Cemper
___________________________
Mein neuer PC:
Phenom 9500, 4GB Ram, Geforce 8600GT, Western Digital 300GB, Asus M3a, DVD-Brenner, DVD-LW
Seite 1 von 41234
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