Es gab bei Heise kürzlich einen Artikel darüber, dass an weiteren
Wiener Schulen Kameras aufgestellt werden sollen. Das nur so als kleine Zusatzinfo, falls es jemanden interessiert.
Ich würde das Thema mal an die SMV herantragen. Diesen könntest du eine Abhandlung darüber vorlegen, welche Nachteile durch den Aufbau einer Videokamera entstehen, damit diese sich wiederum geschlossen an die Schulleitung wenden.
Sehr wichtig zu nennen finde ich hier, dass die Schule ein Ort sein soll, an dem man sich
wohlfühlt. Wer aber überwacht wird, fühlt sich
nicht wohl. Warum sollte man sich an Schulen überhaupt wohlfühlen? Das liegt daran, dass Forscher herausgefunden haben, dass das Aufnahmevermögen des Menschen wesentlich vom psychischen Zustand abhängt. An Orten, an welchen man sich wohlfühlt, kann man viel besser lernen als an anderen. Dieser Gefühlszustand wird nicht nur an genau der Stelle verursacht, an der die Kamera aufgestellt wurde, sondern breitet sich auf das ganze Schulgelände aus.
Überwachungskameras sind ein inadäquates Mittel, um alle Schüler zu beobachten, nur weil einige wenige eventuell Schäden verursachen. Da über eine Kamera zwar Menschen beobachtet werden können, aber den Beobachter nicht sehen, herrscht hier ein sehr ungleiches Verhältnis, das automatisch zu einer Form von Verstummung beim Beobachteten führt. Aber gerade in Schulen wird immer gelehrt, dass man selbst denken sollte und sich gegen unrechte Angelegenheiten erheben sollte. Aus diesem Grunde wird eine effektivere, adäquatere und kostengünstigere Methode, die im Gegensatz zur Kameraüberwachung den Schaden sogar
verhindern, anstatt nur
rückverfolgen kann, in Form von Pausenaufsichten gefordert. Eine aktive Pausenaufsicht sorgt nicht nur für eine bessere Stimmung zwischen Lehrern und Schülern, sondern macht auch einen größeren Eindruck auf potentielle Täter, so dass diese ihre Untat weniger wahrscheinlich durchführen werden.
Ich weiß nicht, ob es positiv wäre, den nächsten Punkt noch zu bringen, aber er fällt mir auch noch ein. Das Problem ist sicherlich, dass er die Schulleitung dazu verleitet, die Kamera doch stehen zu lassen. Daher wäre es wahrscheinlich am besten, diese Forderung erst bei Ablehnung in einer zweiten Anfrage zu senden:
Ein solch starker Eingriff in das schulische Zusammenleben benötigt eine entsprechende Rechtfertigung. Wir als Schülermitverantwortung fordern daher eine Statistik über die durch die Kamera aufgedeckten Fälle sowie - falls datenschutzrechtlich machbar - die Anzahl der Schüler, welche eine Stufe wiederholen mussten, vor und seit der Einführung der Kameraüberwachung.
So in der Art würde ich das regeln