Zitat:
vergiss SELinux - der Ansatz der dabei gemacht wurde, ist IMHO nicht wirklich förderlich!
naja, es ist bestenfalls ein zweischneidiges Schwert.
Wie schon in deinem Post weiter unter gesagt, kann man mit ein paar wichtigen Regeln schon sehr viel für sein System tun: eben dem Angreifer möglichst wenig Türen öffnen.
Dennoch bleiben immer wieder Lücke.
Ersetzt z.B. ein Angreifer einen üblichen Befehl (wie grep) durch ein böswilliges Skript, könnte er so recht fix zu root-Rechten gelangen. Das sind so Gebiete, wo man mit iptables nicht weiter kommt und SELinux ansetzt.
Bzw: bei den X-Paketen, die auf dem Server unterwegs sind kann kein Mensch den Überblick behalten, wann wo eine Komponente bugy ist und zu Angriffen missbraucht werden kann. Da ist es für KISS quasi zu spät.
Da helfen entsprechende Tools schon, wobei Apparmor und SELinux durchaus den selben Ansatz fahren.
Nur eben mit dem Nachteil, das Apparmor nicht im Kernel sitzt, beziehungsweise: SELinux im Kernel sitzt, mit dem Vorteil beispielsweise, dass kaum eine Änderungen (z.B. böswillige Veränderung des Sicherheitssystems) während der Laufzeit durchgeführt werden kann. Man kann den Kernel nicht einfach wegreißen und mit Schadhaftem code weiter leben lassen.
SELinux wirkt sicher auf dem ersten blick komplex. Tatsächlich aber kann man große Bereiche recht fix definieren und braucht nur seine Sonderlocken anzupassen in liebevoller Kleinarbeit anzupassen.
..aber Linux war ja schon immer ein Fummel-system! :-P